fino – Behind the Scenes: KYCnow

Seit 2018 können Unternehmen mit unseren KYC(Know Your Customer)-Dienstleistungen ihren regulatorischen Pflichten zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung nachkommen. An der Entwicklung der entsprechenden Lösung von Anfang an beteiligt ist fino-Mitarbeiter Tobias Theel. Bereits mit vier Jahren spielte er auf einem Commodore 64 herum, machte später sein Hobby zum Beruf und absolvierte seine Ausbildung zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung in nur 16 Monaten. Der 28-Jährige hat uns in einem Interview verraten, warum die Arbeit bei fino für ihn etwas Besonderes ist.

Bild von Tobias Theel, Entwickler bei fino

Welches ist dein Aufgabenbereich bei fino, Tobias?
Das ist gar nicht so leicht zu beantworten, denn da gibt es einiges. Angefangen habe ich als „normaler“ Software-Entwickler, aber im Laufe der Zeit habe ich weitere Aufgaben übernommen. Mittlerweile arbeite ich mit einem siebenköpfigen Team, wir haben das Produkt KYCnow von der ersten Codezeile bis zum Produktivbetrieb erstellt. Diese Lösung bauen wir gemeinsam kontinuierlich aus. Stand heute programmiere ich selbst nicht mehr so viel, sondern habe eher eine strategisch-koordinierende Rolle übernommen. Ziel dabei ist, bestimmte Themen wie derzeit die Software-Architektur voranzutreiben. Was mir dabei sehr am Herzen liegt, ist, mein Wissen mit den anderen zu teilen. Gleichzeitig motiviere ich aber auch die Kollegen, ihr Know-how in Tech Talks zu vermitteln.

Wie bist du denn zu fino gekommen?
fino hat vor Corona regelmäßig sogenannte Hacktoberfeste, also Hackathons, die im Oktober stattfinden, organisiert. Diese werden weltweit von verschiedenen Gruppen ausgerichtet und bringen Programmierer zusammen, die dann an Open-Source-Projekten arbeiten. 2017 nahm ich zusammen mit einem Kollegen, der jetzt auch bei fino ist, an einem solchen Event teil. Da saßen wir dann mit ein paar Mitarbeitern von fino zusammen und haben festgestellt, dass das eine ziemlich coole Truppe ist. Spätestens am Abend beim gemeinsamen Feierabendbier haben wir uns noch besser kennengelernt. Das, was mir die finos da aus ihrem Arbeitsalltag erzählt haben, hat mir sehr gut gefallen.

Ist Programmierung deine Leidenschaft?
Absolut. In der Schule habe ich jede angebotene Weiterbildungsmöglichkeit, die auf EDV ausgerichtet war, genutzt und das Fach auch als Leistungskurs belegt. Ich verstehe Programmierung nicht nur als meine Arbeit. Es ist mein Hobby. Auch heute programmiere ich in meiner Freizeit an Home-Automation-Projekten – wenn beispielsweise der Wecker klingelt, startet automatisch die Kaffeemaschine. Dafür will ich unter anderem aus Datenschutzgründen nicht Alexa oder andere Sprachsteuerungen bemühen, sondern programmiere die erforderliche Hardware auf Open-Source-Basis.

Zu diesem Thema hast du auch ein Buch geschrieben.
Ja, genau. Es trägt den Titel „Creative DIY Microcontroller Projects with TinyGo and WebAssembly“ und wurde gerade veröffentlicht. In diesem Buch erkläre ich in Englisch auf mehr als 300 Seiten, wie man mit der Sprache Go, die wir auch bei fino hauptsächlich nutzen, Mikrocontroller programmieren kann. Das fängt damit an, LED-Lampen zum Leuchten zu bringen, und reicht bis hin zur Kommunikation der Prozessoren mit dem Internet.

Wie hat fino die Idee aufgenommen, dass du ein Buch schreiben möchtest?
Das war überhaupt kein Problem. Wir haben eine entsprechende Zusatzvereinbarung aufgesetzt, die mir erlaubt, neben der Arbeit als Autor tätig zu sein.

Nun werden Entwickler von vielen Unternehmen gesucht. Was macht fino für dich aus?
Es sind einfach die Menschen. Dazu ein konkretes Beispiel: An meinem Probearbeitstag bei fino habe ich mit vielen Leuten geredet und dann kam einer auf mich zu, salopp gekleidet, und hat sich ebenfalls eine ganze Weile mit mir unterhalten. Das Gespräch endete damit, dass mein Gegenüber sagte: „Ich bin übrigens Florian, der Geschäftsführer von fino.“ Dass ich mit einem CEO so offen, direkt und locker sprechen konnte, hatte ich in meinem Arbeitsleben bisher noch nie erlebt und als sehr positiv empfunden.
Natürlich werden Entwickler umworben und von zahlreichen Headhuntern angesprochen. Wir haben aber einen genialen Teamzusammenhalt. Wenn es Probleme gibt, kann ich jederzeit Kollegen um Hilfe bitten. Selbst wenn die nicht weiterwissen, können sie zumindest den Ansprechpartner nennen, der für mich eine Lösung erarbeitet. Meine Wenigkeit ist im Homeoffice den ganzen Tag mit meinem Team über Video- und Chatchannel verbunden. Da hat jeder ein Ohr für den anderen, sei es bei wichtigen Problemen oder um einfach mal zu sprechen. Ich glaube nicht, dass bei anderen Unternehmen dieser Zusammenhalt gegeben ist, gerade jetzt, wo alle mehr oder weniger im Homeoffice sitzen. Ein weiterer Punkt ist die freie Zeiteinteilung: fino ist es egal, wann man produktiv ist – sei es von nine to five oder nachts zwischen 22 und 6 Uhr. Das ist überhaupt kein Thema. Kurz: Es sind zum einen die Menschen sowie zum anderen die Möglichkeiten, sein Leben und die Arbeit zu strukturieren, die fino für mich ausmachen. Ich darf beispielsweise auch meinen Hund mit ins Büro bringen. Wenn ich noch lange überlege, dann könnte ich eine endlos lange Liste an Pluspunkten von fino aufzählen!

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